Attraversando tre valli - Durchquerung der drei Täler Martell, Rabbi und Peio

T 44 26 Sektionstour Martin Hecht

17.09.2026

Am Sonntag, 13.09.2026 starteten wir zu siebt bei wunderschönem Herbstwetter im Talschluss des Val Martello (Martelltal) und liefen über die Larchböden hinauf zum Sallentjoch auf 2.965 m. Dort angekommen lagen unter uns die weitläufigen Almen des Val di Rabbi mit dem Rifugio Silvio Dorigoni (2.436 m). Das gepflegte und ruhige Schutzhaus mit der Herzlichkeit von Cecilia und ihrer hervorragenden Trentiner Küche ließen uns zufrieden auf den ersten Tag zurückblicken.

Nach leichtem Regen am Morgen starteten wir gemütlich, um zur Bocca di Saènt (3.125 m) zu gelangen, wo uns der Wind ordentlich um die Ohren bließ. Von diesem hochalpinen Gebirgspass aus bestiegen wir spontan den Gipfel der 3.347 m hohen Cima Rossa di Saènt (Hintere-Rot-Spitze) mit einem spektakulären Blick auf das Ortler-Cevedale-Massiv (Stilfser Joch Nationalpark). Hier erblickte „Olaf“ der erste Schneemann des Winters 2027 das Licht der Welt. Nach dem Abstieg querten wir die Reste des Careser-Gletscher und wanderten weiter zum Stausee Lago di Careser. Vorbei an Lago Nero, Lago Lungo und Lago Marmotta über liebliches Gelände erreichten wir nach einem langen Tag das Rifugio Guido Larcher al Cevedale (2.607 m) im Val di Peio, ein ruhiges, alpines Seitental des Val di Sole.

Am Fuße von Monte Vioz und Cevedale stiegen wir morgens bei Sonnenschein hinauf zur Fürkelescharte und standen mit 3.032 m auf unserem letzten hochalpinen Übergang dieser Tour. Der Blick öffnete sich hin zur Zufall-, Sulden- und Königsspitze. Ein steiler und stark erosierter Weg führte unsere trittsichere Gruppe hinab zu den traurigen Resten des Fürkeleferners. Am Endes des Gletschertores schlängelte sich der Weiterweg über sanftes Almgelände zur Marteller Hütte in toller Panoramalage mit Cappuccino und Kuchen. Nach der letzte Steilstufe und entlang der alten Staumauer kehrten wir nochmals in der Zufallhütte ein, ließen uns die feine Südtiroler Küche schmecken und genossen eine Rast in den Liegestühlen. Durch die Plima-Schlucht mit ihren vier Aussichtspunkten gelangten wir gesund und glücklich zurück zu unserem Ausgangspunkt in Hintermartell.

Es waren drei abwechslungsreiche Durchquerungstage in einer alpinen und absolut einsamen Landschaft mit einer tollen Gruppe. Danke!

Text: Martin Hecht
Bilder: Michaela Heilrath, Teresa Gassner, Thomas Grimm