Sommertour in den Hohen Tauern

Die jungen Wilden unterwegs

14.09.2026

Das Highlight des Juwi-Jahres stand bevor: Die Sommertour. Die Planung verlief ungefähr nach dem Motto „wir schauen auf der Karte nach, wo wir noch nicht waren, und da fahren wir dann hin.“ Dabei ist die Wahl auf Osttirol gefallen, genauer gesagt, auf die Hohen Tauern. Voller Vorfreude und mit geschätzt einer Tonne Gepäck ging es am Samstagmorgen von Kaufbeuren aus los. Erster Programmpunkt: Hüttentour über die Plauener Hütte und Zillerplattenscharte zum Krimmler Tauernhaus. Nachdem uns der erste Nächtigungsplatz nicht gerade mit Gastfreundschaft überrascht hat, haben wir uns dafür auf dem Tauernhaus mit freiem Wellness-Bereich und Drei-Gänge Menü buchstäblich wie im Luxushotel gefühlt. Die Wanderungen war nicht weniger beeindruckend; mit steilen Gletschern, riesigen Granitblöcken und Bergseen erlebten wir richtiges Hochgebirgsfeeling. 

Nach drei Tagen einigen Höhenmetern und mindestens genauso vielen Kilometern haben wir dann unser Quartier für die restliche Woche bezogen. Camping Edengarten, Matrei in Osttirol war unser Basecamp, wo wir gleich mal angesichts der durchwachsenen Wetterlage für die nächsten Tage eine luxuriöse Festung aus Tarp und Zelten gebaut haben. Und dann ging es endlich los mit der Kletterei. Zuerst wurde im Klettergarten hart gesendet (und natürlich in der Hängematte gechillt). Außerdem gabs zwei Geburtstage zu feiern, natürlich mit selbstgebackenem Kuchen. Die nächsten Tage wurden dann etwas alpiner: wir haben selbstständig oder angeleitet durch unsere überaus kompetenten Jugendleitenden die Lienzer Dolomiten unsicher gemacht. Anders als die echten Dolomiten sind diese eher wenig besucht (zumindest, wenn nicht gerade eine fünfzehnköpfige Jugendgruppe einfällt…), dafür aber nicht minder beeindruckend, steil und teilweise mäßig abgesichert. Dort haben wir verschiedenste Grat- und Alpin- und Mehrseillängenklettertouren unternommen und alle unsere Kenntnisse vertieft und den Tourenbericht aufgestockt. 

Der Pausentag durfte auch nicht zu kurz kommen und da der Wettergott nicht ganz wohlgesonnen war gings am Freitag in die Pilze/zum Einkaufen/Spikeball spielen/noch mehr Kuchen backen/Grasskifahren und andere Späße, die einem bei Regenwetter so einfallen.

Ausklingen lassen haben wir die Tour mit Pizza und Tiramisu in Matrei, bevor wir uns mit dünner Haut an den Fingern und schweren Armen aber randvoll mit Erinnerungen, neuen Ohrwürmern und ganz viel Gemeinschaftsgefühl wieder auf in die Heimat gemacht haben. Danke an die Jugendleitenden, die für uns so eine tolle Woche organisiert haben! 

Text: Lia Weber

Bilder: Vinzenz Wildung