Augsburger Höhenweg

Gruppe PUMA unterwegs

31.08.2026

Nachdem die Tour bereits für 2025 geplant war, damals aber wegen Schlechtwetters ausfallen musste, waren wir umso begeisterter, dass unsere August-Tour über den Augsburger Höhenweg mit Besteigung der Parseierspitze diesmal stattfinden konnte.

Trotz eines anfänglichen Schauers beim Aufstieg am Freitagnachmittag hatten wir ideale Bedingungen. Der Regen erwies sich für die folgenden Tage sogar als hilfreich: Durch die Feuchtigkeit bekam der sonst eher bröselige und staubige Weg eine gewisse Festigkeit.

Nach einer Nacht im Winterquartier der Augsburger Hütte starteten wir am nächsten Morgen so früh wie möglich. Bereits nach der ersten Kletterstelle hatten wir freie Sicht auf die Parseierspitze. Mit ihren 3.036 Metern ist sie die höchste Erhebung der Nördlichen Kalkalpen.

Bei der Gipfelbesteigung ist große Vorsicht geboten, da ein Großteil des oberflächlich sichtbaren Gesteins lose und brüchig am Bergrücken liegt. Zum Gipfel hin zeigt sich der Berg jedoch von einer ganz anderen Seite: Wunderschönes rötliches Gestein legt sich wie ein rotes Band um die Spitze und ist bereits aus der Ferne gut zu erkennen. Vom Gipfel aus konnten wir außerdem schon unsere weitere Route in Richtung Ansbacher Hütte erahnen.

Bald darauf konnten wir auch unser Tagesziel, die Ansbacher Hütte, erspähen. Bis dorthin lag allerdings noch ein weiter Weg vor uns. Insgesamt 13,4 Kilometer führte die Route über mehrere Gipfel, vorbei an tiefen Schluchten und steilen Hängen und immer wieder durch sehr ausgesetztes Gelände. Im letzten Drittel machte der Weg noch einmal einen großen Bogen, sodass wir am Ende ziemlich erschöpft ankamen. Dafür wurden wir mit zahlreichen Wildbeobachtungen und einer einmalig schönen Landschaft belohnt.

Am Sonntag stand schließlich noch der Abstieg an – natürlich nicht, ohne mit der Samspitze noch einen kleinen Gipfel mitzunehmen. Am Ende kamen bei der gesamten Tour knapp 3.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg sowie 30 km Strecke zusammen.

 

Bericht: Oliver Riegg

Fotos: Winfried Martin und Oliver Riegg