DAV Sektion Kaufbeuren-Gablonz
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JUMA Sommertour 2020

Sommertour 2020 - Trainingslager Team Hochtour

Dieses Jahr ging es für die Jungmannschaft ins wunderschöne Wallis! Am 5.9.2020 ging es für sechzehn hochmotivierte Bergsteiger los in Richtung Furkapass. Da die Strecke doch etwas länger ist, legten wir auf der Hälfte der Strecke noch eine kleine Pause am Fels ein. Am sehr schönen und Parkplatz nahem Klettergebiet am Schollberg fanden alle eine Route zum Einklettern, um sich schonmal wieder an die Felskletterei zu gewöhnen.

Nach guten drei Stunden, ging es dann auch weiter nach Nufenen auf unseren Campingplatz für die nächsten vier Nächte. Das Lager war dank aller sehr schnell eingerichtet und das Kochteam fing an zu Kochen. Da das Thema Corona dieses Jahr natürlich stehts im Hinterkopf war, hatten wir im Vorraus schon Seilschaftteams gebildet. Jeden Tag wurde dann jedemTeam eine neue Aufgabe zugeteilt. Somit musste jeder mal kochen, Gemüse schnippeln, Frühstück oder den Abwasch machen.

Für den Sonntag stand nun der Furkapass als Ziel aus und es ging in zweier Teams aufgeteilt los zum Mehrseillängenklettern. Da manche Teilnehmer diese Kletterdisziplin noch nie gemacht hatten oder noch nicht oft, gab es ganz verschiedene Routen und Schwieirigkeiten, die hier bezwungen wurden. Das Wetter spielte mit und es fing erst, als alle wieder am Auto waren, an zu regnen und somit kamen alle glücklich und zufrieden wieder am Zeltplatz an.

Für unseren nächsten Tag stand die erste Hochtour an. Der Galenstock mit 3586 m (der vierthöchste Berg der Urner Alpen) war vor allem zum Akklimatisieren und Einlaufen gedacht. Wir starteten wieder am Furkapass und gingen anschließend ca. zwei Stunden über den Belvederegletscher bis wir ein Geröllfeld querten und erstmal wieder im felsigeren Gelände unterwegs waren. Eine kleine Kletterstelle war schnell überwunden und kein Problem für die Gruppe. Oben erwartete uns wunderschönes Blockgelände und teilweise noch Schneefelder. Am Ende brauchten wir dann sogar nochmal kurz unsere Steigeisen um die letzte Eisflanke zu queren. Als wir alle auf dem Gipfel angekommen waren, öffnete sich sogar der Himmel kurz und wir konnten ein paar Blicke auf die umliegenden Gipfel erhaschen. Der Abstieg war zwar lang, aber am Ende kamen wir alle geschafft wieder unten an.

Am Dienstag ging es morgens los mit einem langen gemütlichen Frühstück und anschließend fuhren wir nach Brig zum Klettern. Die ersten Klettererfolge wurden gefeiert und das warme sonnige Wetter war genial zum Entspannen dazwischen.

Nach unserer letzten Nacht in Nufenen bauten wir die Zelte trocken ab und fuhren nach Täsch und in vielen Serpentinen hoch zur Täschalpe. Der Hüttenzustieg für diesen Tag war kein Problem, da es nur um die 500 hm hinauf waren. Somit war oben noch viel Zeit, um in den Seilschaften nochmals die Grundkentnisse für den Gletscher durchzugehen. Das gesamte Hüttenteam und die Hüttenwirtin Renata umsorgten uns perfekt mit köstlichem Essen und Kuchen.

Da das Wetter für den nächsten Tag besser vorhergesagt war wie für den Freitag, wählten wir für den Donnerstag das Rimpfischhorn als unser Ziel. Dieses war die längere und anspruchsvollere Tour und wir starteten nach dem Frühstück um halb 5 und liefen unter wunderschönem Sternenhimmel los. Da der Weg mit Steinmännchen gut markiert und ausgelaufen war, kamen wir sehr gut voran und erreichten nach einem kurzen Abstieg den großen Mellichgletscher, der sich gigantisch an den Berg anschmiegt.

Am Ende des Gletschers erwartete uns noch tolle Felskletterei bis zum Gipfel auf 4199 m! Alle Seilschaften meisterten das Ganze ohne Schwierigkeiten und kamen oben an. Da es auf dem Gipfel jedoch sehr eng war, machten wir uns schnell wieder an den Abstieg und erreichten nach kurzer Kletterrei wieder den Gletscher. Dort wurde dann doch erstmal kurz Pause gemacht, bevor es zurück zur Hütte ging. Nach diesem Tag, waren wir alle super zufrieden und teilweise ganz high davon.

Nun stand für Freitag der Alphubel mit seinen 4206 m über die bekannte Eisnase an. Es ging wieder früh los und wir kamen so gut voran, dass wir bei Sonnenaufgang bereits den Grat erreichten auf dem wir Richtung Eisnase stapften. Gut eingetreten und deshalb super machbar kamen wir bis zu dem Punkt wo es aufsteilt und wir uns über die zugeschneite Eisnase kämpften. Durch die perfekten Verhältnisse, kamen wir alle um 9 Uhr schon oben am Gipfel an konnten diesmal sogar ein Gruppenfoto machen.

Der Erfolg war grandios für uns alle. Zwei Tage hintereinander über 1500 hm und dazu Kletterei und Gletscher, da schmeckte der frischgebackene Apfelkuchen mit Sahne gleich doppelt so gut. Wieder im Tal angekommen fuhren wir noch ein Stück in Richtung Süden nach Bramois wo uns Weinberge, warmes Wetter und ein Badesee in Laufweite empfing. Endlich kam auch Team Lago etwas auf seine Kosten. Da alle noch hochmotiviert zum Klettern waren, ging es Samstag dann noch in Bramois in ein wunderschönes Klettergebiet zum gemütlichen Ausklettern. Sonntag fuhren wir geschafft und zufrieden wieder nach Hause. Insgesamt war es eine hammer Woche mit perfektem Wetter und einer super Truppe! Ein riesen DANKESCHÖN an alle die dabei waren und diese Woche so perfekt gemacht haben! :)

Text und Bilder Sophie Scupin