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T 59.20 Rieserferner Durchquerung – Mehrtagestour, Hütten-Trekking

T 59.20 – Rieserferner Durchquerung

Von Freitag bis Sonntag (24. - 26.07.) war die Unternehmung geplant. Zwei Hüttenübernachtungen im Trekking-Modus mit pandemischem Ballast, nämlich Schlafsäcken und Hüttenlatschen.
Die Anreise ins Antholzer Tal war schon bald von Dauerregen begleitet. Im Aufstieg zur Barmer Hütte über die Riepenscharte (2764 m) nutzten wir ein kleines Wetterfenster (kein Dauerregen, nur Nebelreißen). Die Ankunft bei der Hüttenwirtin Monika war von südtirolischer Herzlichkeit geprägt. Als einzige Gäste wurde uns die ganze Aufmerksamkeit geschenkt. Da war schnell klar, dass diese ruhige Ecke mit einigen klangvollen, aber nicht allzu bekannten, Gipfeln, wie Hochgall, Wildgall, Schneebiger Nock, Magerstein und Lenkstein, nicht durch Overtourism geprägt ist. So soll es bleiben. Der Abzug der Schlechtwetterfront hatte sich am 2. Tag etwas verzögert. So konnten wir nicht ganz so früh los, wie geplant. Nach 2 Stunden riss es von Westen immer mehr auf. Der Aufstieg über Lenksteinjoch zum Großen Lenkstein (3237 m) mit Gipfelglück, begrenztem Panoramablick, aber bester Stimmung, war gesichert. Einige Schneefelder und Blockgelände zeigte den alpinen Charakter der Tour, die alle Teilnehmer*Innen mit Bravour meisterten.
Auf der Kasseler / Rif. Roma, einer Hütte der Provinz Südtirol, wurde genächtigt. Höchste logistische Kompetenz und Zeitmanagement war leider im Sanitärbereich wegen Kapazität 1 gefordert. Da ist deutlich Luft nach oben, weit entfernt von DAV Standards. Zurück über die Antholzer Scharte war die Wetterlage schon wieder labiler. Trotzdem gelang der Abstieg über die Vegetationsstufen mit schönster Aussicht ins Tal und die Dolomiten, fast ohne Regenbegleitung. Die Einkehr auf der Schwörzalm, 300 hm Restabstieg und Bachbaden rundete das Tagesprogramm ab. Dann die Rückfahrt: staufrei entspannt. Auch das trägt zur nachhaltigen Topbewertung dieser Unternehmung bei.
Kann man so oder anders wiederholen. Danke fürs mitmachen.


Text: Hanns-Peter Rehle
Bilder: div. Teilnehmer*Innen