DAV Sektion Kaufbeuren-Gablonz
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Chronik der ehemaligen Sektion Gablonz

In der zweiten H├Ąlfte des 19. Jahrhunderts etablierte sich der Alpinismus, spektakul├Ąre Erstbesteigungen begr├╝ndeten den Ruf der Bergsteigerei und lockten das Gro├čb├╝rgertum, es den mutigen Alpinisten der ersten Stunde nachzutun.
Daher fanden sich im Jahre 1902 in Gablonz einige Bergbegeisterte zusammen, um die Gr├╝ndung einer eigenen Sektion zu beschlie├čen. Am 1. Juli 1903 wurde die Sektion Gablonz als 289. Sektion in den Verband des D.├ľ.AV. aufgenommen. Bei der konstituierenden Versammlung waren 43 Personen anwesend, aus deren Reihen die ersten Vorstandsmitglieder gew├Ąhlt wurden:

1. Vorsitzender: Dr. Poduschka (bis 1925)
Stellvertreter: B├╝rgerschullehrer Nitsche
Kassierer: M. Kral
Stellvertreter: Prof. Pugl
Schriftf├╝hrer: Prof. Dr. Kruess
Stellvertreter: Prof. Dr. Beutel

Bei der ersten Hauptversammlung im Jahre 1904 waren alle 43 Mitglieder anwesend.
Ein darauf folgenden Jahr stieg die Mitgliederzahl bereits auf 62 und schon 1912 war die Sektion auf 104 Mitglieder angewachsen Im Jahr 1905 wurde bereits vorausschauend ein H├╝ttenbaufond aufgelegt.
Schon in den Anfangsjahren wurden viele Bergtouren durchgef├╝hrt und Vortr├Ąge zum Thema ÔÇ×BergÔÇť gehalten. Namen wie der von Direktor Josef W├╝nsch, Amtsgerichtsrat Dr. Sch├Âlling, Heinrich Dressler und Wilhelm Mahla stehen hier f├╝r viele andere Aktive. Dankbar erinnern wir uns heute an diese Pioniere, die die Sektion Gablonz gr├╝ndeten und sich f├╝r die Idee des Alpenvereins einsetzten.Von 1926 bis Kriegsende war Ing. Oskar Redlhammer Vorsitzender der Sektion. In dessen Wirkungszeit fiel der Erwerb und Ausbau der Gablonzer H├╝tte. Schon in den 20er Jahren wurde der Wunsch nach einer vereinseigenen H├╝tte laut. Die Vorstandsmitglieder begaben sich w├Ąhrend ihrer Bergtouren auf die Suche nach einer geeigneten Immobilie. Im Jahre 1931 wurde unserer Sektion nach Vereinbarung mit den Nachbarsektionen Gm├╝nd, Kattowitz, Graz und Lungau ein Arbeitsgebiet in der Hafner Gruppe zugewiesen. Im Jahre 1932 erfuhr Ing. Redlhammer von einem in herrlicher Landschaft gelegenen Objekt im Dachsteingebiet, das sich noch im Rohbau befand und vom Bauherrn nicht fertig gestellt werden konnte. Das Anwesen wurde gekauft und unter der Aufsicht und Leitung des Sektionsmitglieds Architekt Prade von Baumeister Putz in einer Rekordzeit von nur 10 Monaten fertig gestellt. Am 1. Juli 1934 fand die Er├Âffnung und feierliche Weihe statt. Viele Mitglieder unserer Sektion, Vertreter der Hauptaussch├╝sse von DAV und ├ľAV, sowie Mitglieder der Landesregierung und der B├╝rgermeister von Gosau fanden sich am 1. Juli 1934 zur feierlichen Er├Âffnung und Einweihung ein. Der Vorsitzende Redlhammer dankte allen Anwesenden f├╝r die geleistete Arbeit. Sektionsmitglied Katechet Wenzel Stadelmann aus Gablonz zelebrierte unter den feierlichen Kl├Ąngen der Schubertmesse einen Feldgottesdienst.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und der Vertreibung aus dem Sudetenland kam ein Gro├čteil der Gablonzer nach Bayern und gr├╝ndete auf dem Gel├Ąnde der ehemaligen Pulverfabrik im Hart die gr├Â├čte nach dem Krieg geschlossene Vertriebenensiedlung. Das Vereinsleben der Sektion Gablonz war erloschen. Am 23. Mai 1947 richteten die beiden Vorst├Ąnde Dr. Franz Pollak und Rudolf Posselt folgendes Schreiben an die Sektion Kaufbeuren:

ÔÇ×Die Unterzeichneten ersuchen namens ihrer hier ans├Ąssigen Mitglieder der Sektion Gablonz des Deutschen Alpenvereins um ├ťbernahme in Ihre Sektion und Bewilligung zur Bildung einer eigenen Gruppe gem├Ą├č ┬ž4 Abs.4 der Vereinsstatuten. Die Sektion Gablonz hat durch die politischen Verh├Ąltnisse ihr gesamtes Verm├Âgen, insbesondere ihre H├╝tte im Dachsteingebiet, verloren. Zur Arbeitserleichterung f├╝r Ihre Herren Vorstandsmitglieder sind wir bereit, die Verwaltungsarbeiten f├╝r die Mitglieder unserer Gruppe selbst durchzuf├╝hren. Wir erwarten Ihr diesbez├╝gliches Verst├Ąndnis und bitten um Ihre Unterst├╝tzung.

Mit bergkameradschaftlichem Gru├č.ÔÇť

Die DAV-Sektion Kaufbeuren kam der Bitte der Gablonzer nach und unterst├╝tzte mit gro├čer Hilfsbereitschaft ihre neuen Mitb├╝rger. Es entwickelt sich in den folgenden Monaten und Jahren ÔÇ×eine sch├Âne Zusammenarbeit, die weiter anhalten m├Âge...ÔÇť.
(Zitat Dr. Pollack, inzwischen 2. Vorstand der Kaufbeurer Sektion, anl├Ą├člich der Jahreshauptversammlung der Kaufbeurer Alpenvereinssektion im April 1950)
Im Oktober des gleichen Jahres findet ein denkw├╝rdiges Treffen der Vertreter aller deutschen Alpenvereinssektionen in W├╝rzburg statt. Unter gro├čem Jubel beschlie├čen die Vereinsvertreter den Zusammenschluss aller Sektionen der Bundesrepublik - der Deutsche Alpenverein, der gr├Â├čte Bergsteigerverband der Welt wird nach der Zersplitterung der Nachkriegsjahre zum dritten Mal in seiner 81-j├Ąhrigen Geschichte unter dem alten Namen neu gegr├╝ndet (er bestand bereits von 1869 bis zur Vereinigung mit dem ├ľsterreichischen Alpenverein 1873 in Bludenz zum ÔÇ×Deutschen und ├ľsterreichischen AlpenvereinÔÇť und von 1938 bis 1945).

Und am 20. November 1950 richtet der Vorstand der Sektion Kaufbeuren an seine Untergruppe Gablonz folgendes Schreiben:

Mit der Lizenzierung unserer Sektion am 29.8.1946 hat sich hier gleichzeitig eine Unterabteilung gebildet, welche die ehemaligen Mitglieder der Sektion Gablonz zusammenf├╝hrte. Gleich mit der Bildung und Aufstellung dieser Untergruppe wurde vereinbart, dass diese Bindung nur so lange Geltung haben sollte, bis es den Gablonzer Alpenvereinsmitgliedern m├Âglich ist, eine eigene Sektion aufzumachen und sie ihre rechtlichen Anspr├╝che am fr├╝heren Vereinsbesitz (Gablonzer H├╝tte im Dachsteingebiet) dem Deutschen Alpenverein gegen├╝ber geltend machen k├Ânnen.

Die Sektion Kaufbeuren erkl├Ąrt deshalb, dass gegen eine Selbst├Ąndigmachung der ehemaligen Untergruppe nichts im Wege stehen d├╝rfte.

Darauf wurde noch im Jahr 1950 die Sektion Gablonz im DAV wieder selbstst├Ąndig, um ihre rechtlichen Anspr├╝che auf die Gablonzer H├╝tte geltend machen zu k├Ânnen.

Auch findet im Jahr 1950 die zweite Gr├╝ndungsversammlung statt, auf der folgender Vorstand gew├Ąhlt wurde:

1. Vorsitzender: Dr. Franz Pollak
2.Vorsitzender: Rudolf Posselt
Schriftf├╝hrer: Erich Tatsch
Schatzmeister: Alfred Kleinert
Beisitzer: Dr. Reinhold Prade, Otto M├╝ller, Alfred Seibt, Dr. Oskar L├Âw, Rudolf Glaser, Oswald Wondrak, Josef Demuth.

Die im Jahre 1951 gegr├╝ndete Jugendgruppe stand unter der Leitung von Alfred W├╝nsch.

In diesem Jahr wurde bekannt, dass alle deutschen und sudetendeutschen H├╝tten grundbuchamtlich an den ├ľAV ├╝berschrieben werden sollten. Verwalter dieser H├╝tten war Prof. Martin Busch. Am 31. Okt 1958 erfolgte die R├╝ckgabe der Gablonzer H├╝tte in das Eigentum der Sektion Gablonz, Sitz Kaufbeuren und der Sektion Neugablonz in Enns (Ober├Âsterreich) je zur H├Ąlfte.

In der Folgezeit wurden bedeutende Investitionen vorgenommen. Durch den Bau der Materialseilbahn, Installation eines Dieselaggregates zur Stromerzeugung und Schaffung einer Wasserquelle wurde die wieder im Miteigentum der Sektion stehende H├╝tte aufgewertet und f├╝r Besucher attraktiv gestaltet.

1955 gr├╝ndeten Erich Czirnich, Rudolf Ressel, Herbert Streit, Erich Hoffmann, Reinfried und Heinz Wabersich sowie Herbert Hanisch die ÔÇ×JungmannschaftÔÇť.
Dank der Initiative von Werner Menzel war es m├Âglich, in den Jahren 1963 bis 1976 eine DAV-Jugendgruppe mit mehr als 30 Jungen und M├Ądchen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren aufzubauen. Nach Antragstellung bei der Stadt erhielten die Jugendlichen einen eigenen ÔÇ×SektionsjugendraumÔÇť im Haus der Industrie im Stadtteil Neugablonz.
1963 begann der Deutsche Alpenverein Jugendleiter zu schulen. Ein sehr erfolgreicher prominenter Alpinist, Georg Maier, aus Ulm, hielt bis zu seinem Bergtod j├Ąhrlich mehrere Lehrg├Ąnge ab. Mitgestaltet wurden diese Schulungen von dem Pionier der Bergrettung des DAV Ludwig Gramminger und dem Bergf├╝hrer Otto Eidenschink. Werner Menzel, Hans Nowotny, Heinz Mitlehner, Gerd Fischer und Ulrich Beer besuchten erfolgreich diese Kurse. Dabei entstand zu den Vertretern der Sektion Kaufbeuren, Ernst Schaller, Maria Walz und Helmut Auerbach ein sehr freundschaftliches und kameradschaftliches Verh├Ąltnis.

Bemerkenswert waren auch die Alpenvereins-B├Ąlle zur Faschingszeit, die sich bis in die 80er Jahre gro├čer Beliebtheit erfreuten.
Am 1. Juli 1963 wurde in unserer Sektion von Ernst Maurer die ÔÇ×BergsteigergruppeÔÇť f├╝r junge Bergsteiger ├╝ber 25 Jahre gegr├╝ndet. In der Folgezeit leiteten Herbert Zappe, Helmut Kiesewetter, Wolfgang Friedrich, Edi Schorer und Reinfried Hollmann, die Gruppe.
Die Bergbegeisterten trafen sich in regelm├Ą├čigen ÔÇ×GruppenstundenÔÇť und unternahmen ├╝ber die Jahre viele gro├če Bergfahrten
in alle Teile unserer Alpen. Am 12. 9. 1964 veranstaltete die Bergsteigergruppe eine Sektions-Gemeinschaftsfahrt zur Gablonzer H├╝tte mit Aufstellung eines gro├čen, selbstgefertigten Gipfelkreuzes auf dem Gro├čen Donnerkogel. Der Neugablonzer Kaplan Ganal hielt in diesem Zusammenhang vor der Gablonzer H├╝tte eine Bergmesse. Am 4./5. Oktober 1980 wurde das Gipfelkreuz durch die Bergsteigergruppe erneuert und vom damaligen Seelsorger von Herz-Jesu, Neugablonz, Herrn Pfarrer Ott eingeweiht.

Die Gemeinschafts-Bergfahrten f├╝r Sektionsmitglieder wurden in den 60er Jahren von Karl L├Âhner in Zusammenarbeit mit Erich Pracht organisiert und durchgef├╝hrt. Gegen Ende der 60er Jahre wurde Hans Nowotny mit dieser Aufgabe betraut.

Als Wanderwart f├╝hrte er bis 1974 mit Unterst├╝tzung seiner Freunde im Sommer jeweils 4 bis 5 Touren durch. Sp├Ąter teilten sich mehrere Vereinsmitglieder diese F├╝hrungsaufgabe. Bemerkenswert ist die enorm gro├če Anzahl von Sektionsmitgliedern, die sich damals an diesen Gemeinschaftstouren beteiligten:

2-Tagesfahrt Silvretta/Heidelberger H├╝tte: 70 Teilnehmer
2-Tagesfahrt Silvretta/Jamtalh├╝tte: 84 Teilnehmer
Lenggries Benediktenwand-├ťberschreitung: 57 Teilnehmer
2-Tagesfahrt ├ľtztaler Alpen Gepatschhaus: 62 Teilnehmer

In der Folgezeit gelang es Hans M├╝ller mit Unterst├╝tzung von Dankmar Hoffmann und Erich Zenkner die ÔÇ×BergwandergruppeÔÇť weiter auszubauen. Hans M├╝ller f├╝hrte ├╝ber die Jahre ca. 190 Touren durch, die nicht nur in unseren Alpenraum, sondern auch in das heimatliche Iser- und Riesengebirge f├╝hrten. Durch regelm├Ą├čige monatliche Heimabende entstand eine herzliche Gemeinschaft unter den Mitgliedern der Wandergruppe.
Aus Gesundheits- und Altersgr├╝nden ├╝bergab Hans M├╝ller die Leitung der Wandergruppe 1991 an Erich Zenkner und Karin und Dankmar Hoffmann. Sie f├╝hrten das Werk von Hans M├╝ller in seinem Sinne erfolgreich weiter. Der ver├Ąnderten Altersstruktur der Wandergruppe wurde dadurch Rechnung getragen, dass in der Folgezeit bei jeder Tour 2 bis 3 Leistungsgruppen angeboten wurden. Dadurch gelang es, ├╝ber Jahre hinweg, 10 Tagestouren und eine 4-Tages-Tour p.a. durchzuf├╝hren. Die Wandergruppe umfasst etwa 100 Mitglieder.

Die regelm├Ą├čigen Heimabende, die im evangelischen Gemeindehaus in Neugablonz stattfinden, werden sehr gut angenommen. Dies gilt auch f├╝r die ausgezeichnet geplanten und durchgef├╝hrten Gemeinschaftsfahrten. Aus unserer Sektion wurden elf Wanderleiter vom DAV auf der Freiburger H├╝tte ausgebildet.

Im Jahr 1967 wurde das Gebiet um die Gablonzer H├╝tte durch den Bau der ÔÇ×Gosaukamm-BahnÔÇť weiter erschlossen.
Der gesamte Bereich der Zwieselalm wurde von der Dachstein AG nahtlos mit Liftanlagen f├╝r den Wintersport ausgebaut. Die H├╝tte war nun in einem 20min├╝tigem Fu├čweg von der Bergstation aus erreichbar.
Um den Besucherstrom bew├Ąltigen zu k├Ânnen, beschlossen die beiden Eigent├╝mer-Sektionen einen Erweiterungsbau. Dank vieler privater Spenden der Mitglieder konnte die Bauma├čnahme durchgef├╝hrt und das f├╝r die damalige Zeit stolze Investitionsvolumen von 2 Mio. ├ľS bew├Ąltigt werden.

Zwischen 1976 und 1980 wurden alle Zimmerw├Ąnde mit Holz vert├Ąfelt, neue Stockbetten eingebaut, die Elektroinstallation auf den neuesten Stand gebracht und die Fassade mit kanadischen Zederschindeln verkleidet.

Das gr├Â├čte und umfangreichste Bauvorhaben wurde 1996 durchgef├╝hrt. An der Westseite des Donnerkogels entstand ein neuer Brunnen mit entsprechender Zuleitung zur Gablonzer H├╝tte. Die Abwasserleitungen wurden ins Tal verlegt und an die Gosauer Zentralversorgung angeschlossen. Das H├Ąuschen der Materialseilbahn (Baujahr 1959) wurde ebenfalls erneuert.

Die Ausgaben von ├╝ber 9 Mio. ├ľS konnten durch Zusch├╝sse der L├Ąnder ├ľsterreich, Ober├Âsterreich, Bayern und des ├ľAV abgedeckt werden.

75 Jahre DAV Sektion Gablonz.

Unter dem Sektionsvorsitz von Werner Menzel beging die Sektion vom 20. ÔÇô 22.05.1977 ihre Feierlichkeiten zum 75-j├Ąhrigen Bestehen.

Namhafte Pers├Ânlichkeiten wie der Oberb├╝rgermeister der Stadt Kaufbeuren, Rudolf Krause, der auch die Schirmherrschaft ├╝bernahm, der 1. Vorsitzende des DAV Reinhard Sander, der 1. Vorsitzende der Sektion Kaufbeuren, Hans Wildung und der Altb├╝rgermeister und Mitglied des ├ältestenrates der Sektion Gablonz, Oswald Wondrak, begleiteten die Veranstaltung mit pers├Ânlichen Gl├╝ckw├╝nschen.

Eine gro├če Abordnung unserer Schwestersektion des ├ľAV Neugablonz in Enns/Ober├Âsterreich, angef├╝hrt vom 1. Vorsitzende Ernst Friedl ├╝berbrachte seine Gl├╝ckw├╝nsche und betonte die hervorragende Arbeit, die die Sektion seit ihrer Gr├╝ndung 1902 in Gablonz/Nei├če geleistet hat.

Im Anschluss wurde im Gablonzer Haus auf Gro├čleinwand ein Multivisions-Bildvortrag mit Bergerlebnisse von Sektionsmitgliedern gezeigt. F├╝r die musikalische Umrahmung sorgte der Kath. Jugendchor Neugablonz unter der Leitung von Joachim Jung.

Der gro├če Festakt begann am 21. Mai 1977 um 9.30 Uhr im Gablonzer Haus unter der musikalischen Leitung des Dirigenten Josef Fabian-Krause. An den Festakt schloss sich die Er├Âffnung der Jubil├Ąumsausstellung der Sektion und ein Fr├╝hschoppenkonzert an, das von den Allg├Ąuer Alphornbl├Ąsern aus Thalkirchdorf und der Musikvereinigung Neugablonz unter der Leitung von Erhard H├╝bner gestaltet wurde.
Im kleinen Saal des Gablonzer Hauses wurde am Nachmittag ein ÔÇ×DiskursÔÇť durchgef├╝hrt, zu dem sich die Allg├Ąuer Sektionen des DAV zusammenfanden.
Allg├Ąuer Volksmusikgruppen begeisterten das Publikum am diesem Abend mit einem buntem Folkloreabend.
Am Sonntag 22. Mai wurde der Gablonzer Rundweg, der ca. 10 km um den Ortsteil f├╝hrt, unter gro├čer Beteiligung der Bev├Âlkerung er├Âffnet.

100 Jahre DAV Sektion Gablonz
Jubil├Ąumsfeier am 1.03.2002

Dazu konnte man im ÔÇ×ForumÔÇť, einer Zeitschrift des DAV f├╝r die Vorstandsmitglieder aller Sektionen nachlesen:

In Anwesenheit von Ingo Buchelt, dem 3. Vorsitzenden des DAV, sowie DAV-Schatzmeister Ludwig Herberger, feierte die Sektion Gablonz Anfang M├Ąrz 2002 ihr 100j├Ąhriges Jubil├Ąum. Statt einer ernsten Feier boten die Bergfreunde aus dem Allg├Ąu ein bunt gemischtes, fr├Âhliches Programm und begeisterten damit die rund 450 G├Ąste im vollbesetzten Gablonzer Haus.

Anl├Ąsslich des Jubil├Ąums ernannte Sektionsvorstand Ulli Beer die beiden lang verdienten Vereinsmitglieder Heinz M├╝ller und Erich Hoffmann zu Ehrenmitgliedern. Ihre Gl├╝ckw├╝nsche ├╝berbrachten neben den Repr├Ąsentanten des DAV auch Kaufbeurens Oberb├╝rgermeister Andreas Knie sowie Hermann Heckelsm├╝ller, der Vorsitzende der Sektion Kaufbeuren.
Die Sektion Kaufbeuren hatte nach Krieg und Vertreibung die Gablonzer bis zur Wiederbegr├╝ndung der eigenen Sektion im Jahr 1950 als Untergruppe bei sich aufgenommen.

Heute f├╝hlt sich der Verein in Kaufbeuren zu Hause und bietet seinen Mitgliedern vielf├Ąltige Ergebnisse rund um Berg und Tal. Auch die Zusammenarbeit mit der Sektion Kaufbeuren wollen die beiden engagierten Vorsitzenden ÔÇô vor allem in der Jugendarbeit ÔÇô in Zukunft intensivieren.

Einen interessanten Blick in die Vereinsgeschichte und das aktive Vereinsleben bietet die zum Jubil├Ąum herausgegebene Festschrift der Sektion Gablonz.

Als ÔÇ×Nachschlag zum HauptgangÔÇť bot die Sektion Gablonz einen Vortrag mit dem S├╝dtiroler Hans Kammerlander, der mit faszinierenden Bildern und Geschichten aus seinem bewegten Bergsteigerleben ein zweites Mal f├╝r ein ├╝bervolles Haus sorgte.

Ein H├Âhepunkt der Feierlichkeiten war der Dia-Vortrag des Spitzenbergsteigers Hans Kammerlander unter dem Titel ÔÇťBERGS├ťCHTIGÔÇŁ. Der Zuspruch an G├Ąsten war so gewaltig, dass der gro├če Saal der Gablonzer Hauses die Interessenten kaum fassen konnte.
Auch eine Vertretung von Bergkameraden der Schwestersektion ├ľAV Neugablonz/Enns nahm an den Feierlichkeiten teil.

IN-B├╝rgerfest Neugablonz: In den j├Ąhrlich stattfindenden B├╝rgerfesten hat sich die Sektion Gablonz aktiv beteiligt mit Wettbewerben in Kistenstapeln und Aktivit├Ąten an einer Kletterwand, mit sehr gutem Zuspruch der Jugend. Christkindlmarkt Neugablonz: Auch hier beteiligte sich die Sektion. Es gab Jagertee und Fettnschnittn (=Schmalzbrote) f├╝r die Besucher des Marktes.

Jugendraum

Nachdem der fr├╝her beschriebene Jugendraum in Neugablonz in der Folgezeit anderweitig gebraucht wurde, gelang es, einen neuen Raum in der Perlengasse einzurichten. Am 01.01.1992 ├╝bersiedelten wir in den Eichm├Ąhderweg.
Nachdem die R├Ąumlichkeit im Eichenm├Ąhderweg auf Dauer aber nicht den Anforderungen entsprach, fanden wir einen neuen Standort mit entsprechenden R├Ąumen am Spitzbergweg in Neugablonz, die am 01.08.2003 bezogen wurden und den Anspr├╝chen der Sektion nun gerecht werden.

Die gro├čen Vorteile der ├ľAV Sektion Neugablonz in Enns/Ober├Âsterreich gegen├╝ber der DAV Sektion Gablonz in Kaufbeuren - insbesondere im wirtschaftlichen Bereich - f├╝hrte zu dem einvernehmlichen Beschluss, den 50%igen H├╝ttenanteil der Sektion Gablonz/Kaufbeuren an die ├ľAV Sektion Neugablonz in Enns zu verkaufen. Dieser Akt wurde in einem festlichen Rahmen anl├Ąsslich des 70-j├Ąhrigen H├╝ttenjubil├Ąums am 26. September 2004 auf der Gablonzer H├╝tte im Beisein vieler prominenter G├Ąste aus Politik, Wirtschaft und Tourismus vollzogen.

Fusion der DAV Sektion Kaufbeuren und der DAV Sektion Gablonz

Im April 2006 erreichte eine Anfrage des Turnvereines Neugablonz die Sektion, ob Interesse an der Mitwirkung bei der Neugestaltung des Sportgel├Ąndes an der Turnerstra├če besteht. Die Idee, hier einen Kletterturm planen und errichten zu k├Ânnen, wurde begeistert aufgenommen. Schnell wurde jedoch klar, dass unsere Sektion bei der Verwirklichung eines solchen Projekts organisatorisch an ihre Grenzen sto├čen w├╝rde. Die Vorstandschaft klopfte bei der DAV- Sektion Kaufbeuren an, ob hier Interesse best├╝nde, dieses Vorhaben gemeinsam zu realisieren. Das Projekt Outdoor-Kletterturm fand bei der Sektion Kaufbeuren sofort gro├če Zustimmung.

Die Grobplanung begann bereits im Oktober 2006. Erste Angebote wurden eingeholt und Kontakte zum Hauptverband des DAV in M├╝nchen gekn├╝pft. Der Stadt Kaufbeuren wurde das Projekt vorgestellt. Im Juni 2007 bot uns die Stadt Kaufbeuren dann das Gel├Ąnde um die ehemalige Bio-Stabanlage im Kaufbeurer Norden an.

Nach gr├╝ndlicher ├ťberpr├╝fung fiel die gemeinsame Wahl auf diesen Standort. Die Baufachleute beider Sektionenerkannten sofort die M├Âglichkeiten, die das Areal mit seinen bereits bestehenden Baulichkeiten bietet. Man kam auf die Idee, das Funktionsgeb├Ąude und die ehemaligen T├╝rme der Bio-Stabanlage in die Planung der Kletterturmanlage mit einzubeziehen und gleichzeitig ein Verwaltungszentrum f├╝r den Verein zu schaffen.
Im Rahmen der weiter voranschreitenden Planungen gelangten die Vorst├Ąnde beider Sektionen zu der ├ťberzeugung, dass das ÔÇ× Projekt Vereins- und KletterzentrumÔÇť aus wirtschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Gr├╝nden nur von ÔÇ×einer SektionÔÇť realisiert und auch betrieben werden kann. Der ÔÇ×FusionsgedankeÔÇť war geboren. Argumente f├╝r und gegen einen Zusammenschluss wurden abgewogen, die Vorst├Ąnde Nach perfekter Vorarbeit unseres Rechtsreferenten, Uli L├╝bbing und der Frau Notarin Lang wurde am 15. Juli 2008 die neue Seilschaft gekn├╝pft:
Anfangs sa├čen die etwa 300 Mitglieder beider Sektionen bei der au├čerordentlichen Mitgliederversammlung im Gablonzer Haus noch strikt durch ein Bergseil getrennt.
Nachdem in zwei aufeinander folgenden Sitzungen die ├╝berw├Ąltigende Mehrheit f├╝r die Verschmelzung der beiden Sektionen gestimmt hatte, fiel das Seil zu Boden.

Die Sektion mit dem Namen ÔÇťDAV SEKTION KAUFBEUREN-GABLONZÔÇŁ war geboren.

Der Vorstand, der sich aus den Vorst├Ąnden der beiden ehemaligen Sektionen zusammensetzt, hat die Arbeit unter den beiden neu gew├Ąhlten Vorsitzenden der neuen Sektion Kaufbeuren-Gablonz, Ralf Trinkwalder und Ulrich Beer sofort aufgenommen.

Am 18. 09. 2008 wurde die DAV Sektion Kaufbeuren-Gablonz im Registergericht Kempten eingetragen, die Fusion war damit auch amtlich vollzogen.

Vereinsvorst├Ąnde der Neuzeit:
1950 - 1961 Dr. Franz Pollak
1961 - 1974 Rudolf Posselt
1974 - 1976 Alfred Seibt
1976 - 1988 Werner Menzel
1988 - 1994 Peter Zedlitz
1994 - 2008 Ulrich Beer

Erich Hoffmann, Hans Nowotny, Dieter Pohl, Ulrich Beer

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