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JUMA Schneehöhle 2018

Verhältnismäßig gemütlich wurde am Samstag, dem 03.03.2018, erst um 08:00 Uhr zum Tourenauftakt am DAV Zentrum geläutet. Zusammen mit Team Corsa (zwei Personen im Rennschlitten), welches erst auf Höhe Füssen dazu stieß, hatten sich ganze 15 Personen überlegt, dass es doch eine coole Idee sei auf fast 2.500m ein Loch in den Schnee zu graben und darin zu nächtigen. Es stand nämlich die diesjährige 3. Schneehöhlentour der JUMA Kaufbeuren an. Ziel war die 2.553m hohe Namlose Wetterspitze bzw. vielmehr ihre Gipfelwechte.

Nachdem auch das Gemeinschaftsgepäck (Nudeln, Pesto, Haferflocken) mehr oder minder gerecht aufgeteilt wurde, ging es um kurz vor 11 Uhr in zwei Gruppen an den Anstieg. Der ein oder andere merkte sogleich, dass 1300hm mit Übernachtungs- und Kochgepäck gar nicht mal so locker flockig über die Bühne zu bringen ist. Doch schlussendlich haben alle die Zähne zusammengekniffen und die Wechte unterhalb des Gipfels erreicht. Leider war weit und breit kein Check-In Schalter zu finden und so musste die Behausung wohl oder übel selbst gegraben werden. Und auch hier ging es nochmal ans Eingemachte. Rund vier Stunden zogen ins Land bis drei Schneehöhlen mit einem Fassungsvermögen von zunächst 14,5 Personen geschaffen waren. Richtig. 14,5 Plätze für 15 Personen. Um auch noch den fehlenden Platz zu schaffen, griff Maxi gekonnt spät nachts nochmals zur Schaufel und vollendete die Bauarbeiten. Die Zeit zwischen Bauphase 1 und Bauphase 2 verbrachte ein Teil der Gruppe vor den Höhlen um Essen zuzubereiten. Der aufgezogene Wind führte dabei zu Schnee aus wirklich jeglicher Richtung und erschwerte die Kocharbeiten. Belohnt wurde das Ausharren im Schneegestöber dann mit feinsten italienischen Nudeln und vorzüglichem Pesto. Nachdem die Nacht überstanden war, hatte sich auch der Wind gelegt und es bot sich ein sagenhafter Ausblick, der all die Mühen des Vortags schnell vergessen ließ. Nachdem die Schneeschmelzbemühungen die Wassergrundversorgung gesichert hatte und ein wenig Porridge für alle produziert wurde, ging es mit Hilfe der Schwerkraft ab gen Talboden. Während der Schnee oben zunächst noch zu wünschen übrig ließ, wurde er weiter unten immer akzeptabler. In Fallerschein wurde dann noch fein eingekehrt, aber auf die etwas andere Art. Getränke gab es zur Selbstentnahme in Kühlboxen für zwei Euro. Kekse, Käse, Brot, Kaffee, Tee, Kraut und einen Willkommensschnaps dagegen gab es kostenlos. Und so fand die anstrengende aber super erlebnisreiche und spaßige Tour einen tollen Abschluss.

Bericht und Fotos: Marvin Hausmann

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