DAV Sektion Kaufbeuren-Gablonz
13. September 2019Fun-Festival
15. Oktober 2019Vereinsstammtisch
→  Alle Termine anzeigen
01. April 2019bis 30. September 2019C Wunschprogramm
01. April 2019bis 30. September 2019C 6.1 Techniktraining - Standardbewegung
01. April 2019bis 30. September 2019C 7 DAV Kletterschein Abnahme
01. April 2019bis 30. September 2019C 0 Betreutes Klettern
→  Alle Kurse anzeigen
28. August 2019T 70.19 Gipfelzählen auf dem Koflerjoch
01. September 2019T 71.19 Von Hinterstein über den Schrec...
01. September 2019bis 07. September 2019Tourenwoche
02. September 2019bis 08. September 2019Mehrtagestour
→  Alle Touren anzeigen
Webseite durchsuchen
Zu unserem Newsletter anmelden

Skihochtour auf den Wilden Freiger

Nachdem die Tour lange auf der Kippe stand, fanden sich doch noch genügend junge Leute zusammen, gemeinsam eine Tour zu machen. Da zu diesem Zeitpunkt die Sesvennahütte jedoch voll war, ging es zum Parkplatz der Sulzenauhütte. Obwohl uns die vielen Autos zweifeln ließen, ob es eine gute Idee ist, aufzusteigen, machten wir uns alle rasch mit unseren schweren Rucksäcken auf den Weg zum Winterraum der Sulzenauhütte. Schon unten bemerkten wir, dass durch das schöne warme Wetter der Untergrund ziemlich aufgetaut ist und dadurch die Spur schon von frischen Abgängen in Rinnen verschüttet war. Doch mit ein paar Tricks kamen wir gut durch und unter Aufsicht der Jugendleiter querten wir die Ebene. Zur Sicherheit gruben wir noch ein Schneeprofil, welches die nächste große Schwachschicht erst im 1 Meter Tiefe erkennen ließ. Es hielt so viel aus, dass wir nach dem Eincremen mit kurzen Ärmeln und hochgekrempelten Hosen den letzten Anstieg zur Hütte mit großen Abständen beschritten. Nach viel Gegenverkehr am Ziel angekommen, machten wir erst einmal in der Sonne Brotzeit und trockneten uns und unsere Kleidung. Ein Teil der Gruppe zweigte währenddessen ab und baute in mühsamer Arbeit eine Schneehöhle, sodass Harte hätten draußen schlafen können. Am Abend gab es das typische Bergessen – Spaghetti mit Tomatensauce – welches wir noch bei Sonnenuntergang vernaschten. Als wir uns dann in den Winterraum Hütte begaben, in der wir 25 statt 14 waren, konnten wir nur einen provisorischen Gesprächskreis mittendrin bilden und uns dort unterhalten. Als es ans Schlafen ging, schafften es die 17 anderen nicht, uns Bettplätze übrig zu lassen und sogar manche Rucksäcke sollten auf den Bänken stehen bleiben, weil „der Boden zu nass war“ (!!!). So versuchten zwei von uns auf einem schmalen Holzbrett zu schlafen, während alle anderen im Sitzen verbleiben mussten. Leider wurde es im Laufe der Nacht immer kälter und Rufe wie „Matthias“ und „Wer schnarcht da? – Der in der Ecke. – Dann schlag ihn mal“ störten unseren Schlaf. Um kurz vor halb fünf klingelte dann endlich der Wecker und wir machten uns an unser klassisches J-II-Frühstück bei Kerzenschein. Wir holten unsere Rucksäcke in der Früh aus der Schneehöhle und füllten unsere Flaschen am Bach auf. Nach einer Querung zog am Beginn des Gletschers jeder seinen Gurt mit Equipment an und in unzähligen breiten Kehren ging es gleichmäßig dem „Fluss“ des Gletschers nach bzw. entgegen. Mit angenehmer Geschwindigkeit kam die Gruppe dann nach 5 Stunden und 1200 hm um ca. 11:00 am 3418 m hohen Wilden Freiger an. Am Gipfel genossen wir den schönen Ausblick, da der morgendliche Hochnebel/die tiefen Wölkchen sich verzogen hatten. Nach dem Gipfelfoto trainierten wir unsere Beine, indem wir schon kurze Zeit später die lange Abfahrt begannen. Aber es lohnte sich auf alle Fälle, da nordseitig noch hunderte von hm Pulver lag, der nur leicht windgepresst und auf einer Seite verspurt war. Unten wurde der Schnee schwerer und so luden wir bei der Hütte schnell unser Gepäck auf und „schwammen“ gleich weiter ins Tal. Dabei bleiben immer wieder Skier im tiefen Sulzschnee stecken, sodass es viel Konzentration und Kraft bedarf. Das Queren vorm Parkplatz ging dann unerwartet gut und die Skier mussten nur einmal kurz abgeschnallt werden. Auf der Rückfahrt im Auto wurde es richtig heiß und so holten wir uns barfuß an der üblichen OMV-Tankstelle ein Eis.