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Bergtour Rubihorn

Auf Rubi's Spuren

Sechs Rotznasen hatten von unheimlichen und fragwürdigen Begebenheiten rund um das Rubihorn bei Oberstdorf gehört, die anscheinend auf einen Berggeist namens Rubi zurückzuführen waren. Deshalb wollten sie - neugierig wie sie waren - am 19. Oktober 2014 das Rubihorn besteigen, um sich Klarheit über diese rätselhaften Erzählungen zu verschaffen und ihre Jugendleiter, die bis dato noch nichts von diesem gewissen Berggeist Rubi gehört hatten und auch nicht recht daran glaubten, davon überzeugen.

Aus diesen Gründen liefen alle sechs Rotznasen hochmotiviert und voller Hoffnung den Berggeist Rubi zu Gesicht zu bekommen und ihrem großen Ziel, das Rubihorn zu erklimmen, vom Parkplatz in Rubi los. Ihre vier Oberrotznasen und auf Grund der "Mission Rubi" zwei Ehren-Oberrotznasen im Schlepptau. Die eine Ehren-Oberrotznse war sogar von der Polizei! Man muss schon sagen: Die Rotznasen sind nicht dumm! Man kann ja nie wissen, was auf einer solchen geheimen Mission alles passiert ... am Ende muss man den Berggeist Rubi noch festnehmen. Bald wanderten sie den tosenden Tobel hinauf, wo es vor Wassergeistern nur so spukte. Als die Gruppe aus dem Tobel herauskam, lachte ihr die wunderschön warme Oktobersonne und wolkenloser Himmel entgegen. Die Schönheit der Natur spornte alle an weiter zu gehen, sodass sie nach weiteren Höhenmetern an dem idyllischen Gaisalpsee vorbeiwanderten, wo einige der Rotznasen die Anwesenheit Rubis in der Luft spürten, ihn aber nicht sehen konnten. Die Oberrotnasen spornten sie jedoch an weiter zu gehen und versprachen ihnen, dass sie auf dem Rückweg im See baden und nach Rubi forschen dürfen. So kämpften sich alle Rotznasen auch den letzten großen Anstieg tapfer bergauf und ließen sich auch bei den ausgesetzten und steilen Stellen auf den letzten Metern zum Gipfel, die teilweise sogar mit Drahtseilen versehen waren, nicht von dem Berggeist Rubi ablenken. Ein paar der Rotznasen konnten gar nicht mehr zurückgehalten werden, sodass sie einfach auf den Gipfel losstürmten. Oben am Rubihorn angekommen, wurde ihnen allen eine atemberaubende Aussicht auf Oberstdorf und die Allgäuer Alpen geboten, die sich auch viele andere Bergfreunde nicht entgehen lassen wollten, sodass recht viel am 1957m hohen Rubihorn los war. Die Rotznasen suchten sich deshalb gemeinsam mit ihren Oberrotnasen ein ruhiges Plätzchen inmitten der Latschen, um dort nach 1200 Höhenmeter Aufstieg sich ihre verdiente Brotzeit zu gönnen. Die Oberrotznase Manu hatte in seiner Brotzeitbox noch ein besonderes Schmanckerl: den Rubi-Burger. Dieser wurde den Anderen von Manu noch prachtvoll vorgeführt, bevor er ihn letztendlich genussvoll verschlang. Nachdem sich auch alle Anderen mit ihrer Brotzeit gestärkt hatten, genossen die Oberrotznasen die Sonne und dösten ein wenig vor sich hin, während die Rotznasen zwischen und unter den Latschen zielstrebig nach dem Berggeist Rubi suchten. Doch ihre Suche in den Latschen war vergebens. Da schöpfte eine besonders einfallsreiche und fantasievolle Rotznase den Verdacht, dass Rubi im Gipfelbuchkasten wohne. Und tatsächlich: Dieser zeigte sich ihnen kurz, indem er um das Gipfelkreuz schwebte und ihnen erklärte, dass es ihm heute zu viel Trubel rund um seinen Berg, das Rubihorn, wäre und er sich deshalb lieber verstecke. Das war auch wirklich verständlich ... Natürlich wollten die Rotznasen nun, da sie den Berggeist endlich zu Gesicht bekommen hatten, auch unbedingt ihre Jugendleiter von seiner Anwesenheit überzeugen. Sie deuteten alle ganz eifrig auf ihn und beschrieben ihren Oberrotznasen ganz genau, wo sich Rubi gerade befand, doch die Oberrotznasen konnten ihn bei allem guten Willen nicht sehen, sondern spürten nur, wie die warmen Strahlen der Oktobersonne sie im Gesicht kitzelten. Daraufhin stellten sie alle fest, dass Rubi wohl nur von Kindern gesehen werden kann und die Oberrotznasen waren sichtlich enttäuscht. Schließlich machte sich die Jugend 1 wieder auf den Runterweg. Alle Rotznasen - und die Oberrotznasen natürlich auch - krakselten die ausgesetzten Stellen wieder hochkonzentriert herunter und dann gab es kein Halten mehr! Jeder stürmte in seinem Tempo zum verlockend frisch aussehenden Gaisalpsee. Nachdem sich alle Badefreudigen schnell in ihre Badeanzüge/Bikinis oder Badehosen umgekleidet hatten, wurde unter diversen verwunderten und ungläubigen Blicken anderer Wanderer auf Kommando gleichzeitig ins Wasser gestürmt und von Manchen in der eiskalten Badewanne des Berggeists Rubi sogar ein paar Schwimmzüge gemacht. Nach diesem erfrischenden Zwischenstopp ging es dann endgültig wieder nach unten zu den Autos und zurück nach Kaufbeuren.

Diese anstrengende, aber wunderschöne Bergtour ist eine Wiederholung wert!!! Vielleicht zeigt sich der Berggeist Rubi nächstes Mal auch ein bisschen länger ...